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Workshops und Inputs

-Im Rahmen der Göttingen Postkolonial Vernetzungstage

Meldet euch bitte hier für die Workshops an!

Postkoloniale Arbeit gestalten

Workshop
Mo. 06.06.2022 10:30 Uhr
Leitung: Joanna Mechnich
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
Eine große Herausforderung im postkolonialen Arbeiten ist die Frage nach der Perspektive aus der heraus gearbeitet wird. Sollen vor allem Taten und Täter*innen im Mittelpunkt stehen? Oder geht es um die Geschichten, die bisher zu kurz gekommen und unerzählt geblieben sind? Zu diesem Workshop sind alle Menschen eingeladen, die Lust haben, einen Schritt zurück zu machen und die Perspektive zu weiten. Gemeinsam betrachten wir eine Möglichkeit postkoloniale Themen in den Blick zu nehmen.

Dekolonialisierung ist keine Metapher!

Workshop
Mo. 06.06.2022 11 Uhr
Leitung: Devrim und Maxi vom BIPoC Kollektiv
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
Immer häufiger begegnen wir in akademischen und aktivistischen Kontexten dem Begriff der “Dekolonisierung”. Oftmals jedoch in einer Weise, die sie zu etwas Abstraktem, zu einer Metapher macht. Wir sollen unser Bewusstsein, unsere Sprache, unsere Uni “dekolonisieren” heißt es dann. Alles erstmal richtig und gut, doch Dekolonisierung ist mehr als eine Metapher. Sie steht für die fortwährenden Kämpfe gegen neokoloniale Ausbeutung und Unterdrückung und Siedlungskolonialismus weltweit.

Im Rahmen unseres Workshops wollen wir uns den Begriffen Imperialismus und Neokolonialismus annähern und gemeinsam anhand von konkreten Beispielen schauen, welche Rolle der deutsche Staat global einnimmt und was das für unseren Dekolonisierungs-Begriff bedeutet.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit euch!

(BIPoC only)

Umgang mit Rassismus an der Universität Göttingen

Workshop
Mo. 06.06.2022 15 Uhr
Leitung: Joanna Mechnich und der International Student Council
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
Praktischer Austausch zum Umgang mit Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung an der Universität Göttingen
Studierende der Universität Göttingen erleben Diskriminierung auf unterschiedlichen Ebenen. Seit letztem Jahr gibt es jedoch keine Antidiskriminierungsberatung mehr an die sie sich in diesem Fall wenden können. Wir möchten uns in dem Workshop über Handlungsmöglichkeiten für Personen unterhalten, die Rassismus und andere Formen der Diskriminierung an der Uni erleben. Es soll geklärt werden, was die ersten Schritte nach einem Vorfall sind und welche Stellen es dennoch gibt, an die man sich wenden kann. Wir werden uns außerdem über strategische Fragen austauschen: Wie können Allianzen zwischen Hochschulgruppen und nicht-organisierten Studierenden geschlossen werden? Welche Möglichkeiten der Wissenssicherung gibt es? Mit welchen aktivistischen Methoden kann gearbeitet werden?
Es wird darum gebeten, dass sich für den Workshop vorwiegend internationale Studierende und/ oder BIPOC-Studierende der Universität Göttingen anmelden.

Decolonize Medicine!

Workshop
Mo. 06.06.2022 15 Uhr
Leitung: Lakshmi Thevasagayam
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
CN: Rassismus, Kolonialismus
Über Jahrhunderte hinweg wurde der westlich medizinische Fortschritt auf
rassifizierten Körpern ausgetragen. Weiße Mediziner, auch aus Göttingen,
waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass überhaupt über verschiedene
Menschenrassen gesprochen wurde. Wir wollen über diese
kolonial-rassistische Historie und Kontinuitäten in der Akademie
sprechen und in unserem Alltag sprechen. Außerdem werden wir einen Blick
in die Kämpfe des Globalen Südens werfen, wo Indigene für die
Dekolonialisierung der Medizin kämpfen.

(BIPoC only)

Provenienzforschung, Restitutionen und soziale Gerechtigkeit

Workshop
Di. 07.06.2022 11 Uhr
Leitung: Dr. Jonatan Kurzwelly und AG (koloniale) Provenienzen
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Projekte zur “Provenienzforschung” zugenommen, bei denen die oft düstere und gewalttätige Geschichte menschlicher Überreste in akademischen Sammlungen untersucht wird und die zu deren Rückgabe an die “Herkunftsgemeinschaften” führen. Solche Rückgaben zielen darauf ab, historisches Unrecht zu korrigieren und soziale Gerechtigkeit zu erreichen. Welche Art von Ungerechtigkeiten werden durch die Provenienzforschung angesprochen, wo liegt ihr Potenzial, und was sind ihre Unzulänglichkeiten? In diesem Vortrag werden wir die komplexen ethischen, ideologischen und politischen Fragen im Zusammenhang mit Provenienzforschung und Restitutionen untersuchen.

Auch @provenienztagram werden in diesem Workshop über die akademischen Sammlungen in Göttingen sprechen.

Digitaler Stadtrundgang

Workshop
Di. 07.06.2022 15:30-18:30 Uhr
Leitung: wir, mit der App Actionbound
Location: Ab Startraum Göttingen
Inhalt:
Wenn Dich interessiert, wie Kolonialismus bis heute in die Stadtgesellschaft hineinwirkt und sichtbar ist, dann bist Du hier richtig. An verschiedenen Stationen geht es um koloniale Spuren, die bis heute (mit-)verantwortlich sind für strukturellen Rassismus in Göttingen und weltweit.
Dafür nutzen wir die App “Actionbound” und werden die Punkte gemeinsam ablaufen und diskutieren. Zum Ende gibt es einen Kommentar von Chris Herrwig vom EPIZ. Außerdem planen wir eine gemeinsame Social-Media-Aktion, bei welcher mit Bildmaterial und Songs auf die kolonialen Kontinuitäten in Göttingen aufmerksam gemacht werden soll. Kommt vorbei und macht mit!


Film: “Remember Now” über die Performance und den Audio-Walk in Berlin

Workshop
Mo. 06.06.2022 20 Uhr
Leitung: Soraya Reichl und Lea Shirin Kübler
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
Der Film bewegt und schafft Raum, um sich eine Zukunft vorzustellen, die nicht nicht auf koloniale Erinnerung und strukturellen Rassismus aufbaut, sondern auf eine Stadt ermöglicht, die von den Menschen und für die Menschen gemacht ist! Der Film ist auf deutsch.

 

Wissmann-Kult in Bad Lauterberg

Workshop
Di. 07.06.2022 11 Uhr
Leitung: Johanna Strunge und Bernd Langer
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
Unweit Göttingens, in der Kurstadt Bad Lauterberg, wird bis heute beharrlich an Hermann von Wißmann erinnert. Wißmann war Leiter mehrere Expeditionen in Afrika, an der gewaltvollen Niederschlagung eines Aufstandes maßgeblich beteiligt und Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. Bad Lauterberg als Wohnort der Mutter ehrte Wißmann durch einen Straßennamen, Gedenktafeln und am prominentesten durch ein Denkmal im Stadtpark. In seinem Workshop wird Bernd Langer, Gründungsmitglied des „Antifaschistischen Arbeitskreis Bad Lauterberg“ (1978-1985), uns in die gewaltvolle Geschichte Wißmanns einführen und vom Protest des Arbeitskreises erzählen. Denn der Arbeitskreis machte es sich zur schwierigen Aufgabe sich dem alljährlichen Treffen des „Traditionsverband ehemaliger Schutz- und Überseetruppen“ am Wißmann-Denkmal entgegenzustellen.

Umwelt und Kolonialität – (Rundgang durch den Botanischen Garten)

Workshop
Di. 07.06.2022 15:30-17:30 Uhr
Verschoben! Neuer Termin wird so bald wie möglich bekanntgegeben.
Leitung: Kieran Sattler und Audrey Vanessa Noukeu Petnguen
Location: Coming soon! (Startraum Göttingen oder botanischer Garten)
Inhalt:
Kolonialität spielt bei Fragen der Beziehung zwischen Menschen und ihren Umwelten immer eine Rolle. Wir wollen in einem Rundgang durch den Botanischen Garten auf einige dieser kolonialen Kontinuitäten hinweisen und in den Austausch kommen. Unter anderem soll es dabei um die Rolle Botanischer Gärten im Kolonialismus, um die Kolonialität der Klimakrise und um Fragen zu “Ressourcen” wie Wissen oder Pflanzen und die Beziehungen, die Menschen zu Ihnen haben, gehen.

Eine Spurensuche in der Universitätsstadt Göttingen

Input
Di. 07.06.2022 10 Uhr
Leitung: Dr. Karolin Wetjen
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
Universität und Kolonialismus – Das Beispiel Göttingen, an diesem Projekt arbeitete u.a. Dr. Karolin Wetjen, nun berichtet sie.

Fragmente (post-) kolonialer Erinnerungskultur in Witzenhausen

Input
Di. 07.06.2022 14 Uhr
Leitung: Johnny Ibraimo
Location: Startraum Göttingen
Inhalt:
In Witzenhausen, einer Kleinstadt zwischen Kassel und Göttingen, wurden in der Zeit von 1898 bis 1945 junge Menschen für die koloniale Landwirtschaft an der Deutschen Kolonialschule ausgebildet. Als “Kulturpioniere” sollten Sie dabei helfen die landwirtschaftliche “Erschließung” der kolonisierten Gebiete voranzutreiben. Wie gehen Menschen in Witzenhausen mit dem kolonialen Erbe der Stadt um? Dieser Frage sind Menschen im Rahmen des Projektes Perspektivwechsel – Witzenhausen erzählt Geschichte(n)” in verschiedenen Workshop-Formaten nachgegangen. Eine multimediale Rückschau mit Johnny Ibraimo.

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