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EUROPA #WTH

Solidarität und Widerstand. Was jetzt zu tun ist.

Rechtsruck in Europa geht nicht von alleine weg! 

Wir laden ein zum Mitmachen, zum Mitgestalten und zum Teilhaben. Die Zustände an den EU Außengrenzen, in den Ausländerbehörden, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, in den Wirtschaftsbeziehungen und darüber hinaus, alles im Kontext des Klimawandels, sind aus einer antirassistischen, feministischen und postkolonialen Perspektive heraus mehr als dramatisch und alarmierend. Dies sind sie aber schon lange und haben zudem System. Wir müssen solidarisch handeln und stärker zusammenarbeiten. 

Dafür wollen wir alle Menschen in und um Göttingen einladen, zwischen dem 22. und 24. März zusammen zu kommen und auf unseren Vernetzungs- und Bildungstagen, sich gegenseitig zu informieren, zu verbünden und zu stärken. Ein Großteil der Veranstaltungen wird in der OM10, Obere-Masch-Straße 10, Göttingen stattfinden. Um dem Austausch und dem Lernen genügend Raum zu geben, werden auch Teile der Bildungstage im Stadtlabor, Wilhelmsplatz 3, Göttingen ablaufen. 

Für die Verpflegung und Kinderbetreuung sorgen wir und bemühen uns für eine möglichst inklusiven Informationsaustausch. Leider sind die Räumlichkeiten nicht barrierefrei, da die Räumlichkeiten der Workshops nur per Treppe zugänglich. Das Stadtlabor kann mit einem Treppenlift erreicht werden. Es gibt gendersensible Toiletten.

Die Bildungs- und Vernetzungstage werden von einem Awareness-Team des SAG161GOE Kollektivs begleitet. Das Kollektiv wird auch nach dem Wochenende erreichbar sein unter sag161goe@riseup.net

Bitte meldet euch bei Interesse über unsere Anmeldeformular an, damit wir uns an die Anzahl der Teilnehmenden und ihren Wünschen anpassen können! Es ist möglich sich für einzelne Workshops und Aktionen anzumelden, sowie für bestimmte Mahlzeiten. Wir wollen gerne gemeinsam essen (alles vegan) und arbeiten gerade an der konkreten Ausgestaltung. Genauere Informationen an Euch folgen in Kürze über eure angegebenen E-Mailadressen. Falls du Dolmetsching oder barriearme Zugänge brauchst, gebe das bitte an!

Die Teilnahme ist kostenlos aber für das Essen, die DJs und die Honorare freuen wir uns über eine Spende zwischen 2 und 20 Euro.


Unsere Tagesabläufe sehen bisher so aus:

22.03. Stadtlabor
18:30 Uhr

Filmvorstellung: “FRUTOS DE RESISTENCIA” – Interbrigadas
mit Input und anschließendem Gespräch
Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.00 Uhr
(Anmeldung gewünscht, Teilnahme auch ohne möglich)
23.03. OM10
10-11 UhrFrühstück
11-12.30 Uhr

Workshop 1 -Behördenwatch Göttingen
Die rassistischen Behörden Deutschlands und wie dagegen vorgegangen werden kann
12.30-13.30 UhrMittagessen (OM10)
13.30-15 Uhr Let´s get to know eath other
15-18 UhrBIPoC Kids & Family only: NEW WAVES – Empowerment Session für Kinder mit Dave The Davel und Familientreffen von BIPOC_Kids Göttingen im Stadtlabor (keine Anmeldung nötig – mit Mitbringbüffet)
15-15.30 UhrKaffee & Kuchen
15.30-17 Uhr
Workshop 2 – Roma Center e.V.
Rechtsextremismus in Europa und die Folgen für Roma
17-17.30 UhrPause 
17.30-19 Uhr

Workshop 3 – Gesundheitskollektiv Göttingen
Diskriminierung macht krank – Risiken und Nebenwirkungen postkolonialer Amnesie
19 UhrGemeinsames Abendessen – عشاء
bis 22 UhrGemeinsam feiern und mehr
Musik (mit Pali.Mo), Feuertonne, Getränke, Siebdruck (ohne Anmeldung) 
24.03. OM10
ab 9 UhrFrühstück
10-11.30 UhrWorkshop 4 – Antifaschistische Linke International (Teil des
bundesweiten Bündnisses Rheinmetall Entwaffnen)

Deutsche Waffen morden mit in aller Welt – Lasst uns den Krieg gemeinsam verraten!
11.30-12 UhrPause
12-13.30 UhrBraver Space: Wie wir mutiger werden
13.30-14 UhrMittagessen
ab 14.30 Uhr

Erzählcafé mit 4 Aktivistis
von AK Asyl, Women Defend Rojava und Can´t evict Solidarity
(Anmeldung gewünscht, Teilnahme auch ohne möglich)

Infos zu den Workshops und Aktionen:

Film “Frutos de Resistencia” mit Input und anschließendem Gespräch

Die Dokumentarserie Frutos de Resistencia portraitiert fünf ergreifende Geschichten der Hoffnung und des Widerstands aus dem Plastikmeer in Almeria, dem Schwerpunkt der industriellen Landwirtschaft in Europa.

Durch die Augen von Frauen, Migrant*innen und Gewerkschafter*innen werden alltägliche Erfahrungen der Ausgrenzung und Ausbeutung durch die spanische Gesellschaft sichtbar gemacht. Frutos de Resistencia zeigt kraftvolle Perspektiven der gemeinsamen Organisierung von Menschen auf, die für ihre grundlegenden Rechte in der industriellen Landwirtschaft kämpfen.

Den Input und das Gespräch führen Personen von Göttingen Postkolonial

Workshop 1 von Behördenwatch: Die rassistischen Behörden Deutschlands und wie dagegen vorgegangen werden kann

Behördenwatch teilt was mensch alles tun kann, um dem rassistischen Behördenapparat entgegenzuwirken. Eine Form des Widerstands ist das solidarische Begleiten von Menschen zu Behördengängen und dokumentieren der dortigen Geschehnisse. Es wird geteilt, wie das Ganze aussehen kann und welche Institutionen zu dem Unterdrückungsapparat gehören.

Let´s get to know eath other

We will have time to get to know each other in a playful and creative way. It will be fun!

Workshop 2 vom Roma Center: Rechtsextremismus in Europa und die Folgen für Roma

Europa erlebt seit Jahren einen Aufschwung des Rechtsextremismus auf allen Ebenen – in den digitalen Medien, auf den Straßen, in den Parlamenten. Rechtsextreme Milizen terrorisieren Roma, zertrümmern ihre Siedlungen und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Politiker:innen verbreiten Propaganda und Hetze. Fake News hetzen die Bevölkerung auf. Illegale Zwangsräumungen von Roma-Siedlungen, Polizeigewalt, verfassungswidrige Erfassungen ethnischer Daten und Terroranschläge sind alltägliche Realität. Gibt es noch sichere Orte für Roma? Und welche Folgen hat die Angst der „bürgerlichen“ Politik vor den Wahlerfolgen der Rechtsextremen?
Das Roma Center/ Roma Antidiscrimination Network zeigt in seinem Input, welche Folgen der Rechtsextremismus in vielen Ländern Europas für Roma hat. Wir diskutieren die Lage und die Frage: Was tun?!

Workshop 3 des Gesundheitskollektivs: Diskriminierung macht krank! – Risiken und Nebenwirkungen post-kolonialer Amnesie

Menschen die von Diskriminierung betroffen sind, leiden deutlich häufiger unter
psychischen und körperlichen Erkrankungen. Sie werden bei der medizinischen
und psychotherapeutischen Versorgung erheblich benachteiligt.
Vorurteile machen krank! Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der IKK.
Doch woher kommen diese Vorurteile und warum halten sie sich so hartnäckig?
Die Diagnose lautet post-koloniale Amnesie. Die fehlende Auseinandersetzung mit
unserer kolonialen Vergangenheit hat gravierende Folgen.

Rassistische und sozialdarwinistische Denkfiguren mit ihrer polarisierenden Unterscheidung des höherwertigen Eigenen gegenüber dem massiv entwerteten Fremden haben erneut Konjunktur und werden zunehmend virulent. Sie gefährden
nicht nur die Gesundheit, sondern auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft
und den Erhalt der Demokratie. Die Dekolonisierung unserer Selbst- und
Fremdwahrnehmung ist überfällig.
Über diese Zusammenhänge möchten wir mit Euch ins Gespräch kommen und
gemeinsam reflektieren, welche Konsequenzen und Handlungsansätze sich daraus
für eine solidarische Gesundheitsversorgung ergeben.

Workshop 4 A.L.I./Rheinmetall entwaffnen Deutsche Waffen morden mit in aller Welt – Lasst uns den Krieg gemeinsam verraten!

Wir möchten Antimilitarist*innen, Antirassist*innen, Refugees,
Kämpfer*innen gegen koloniale Kontinuitäten, Inter- und
Transnationalist*innen einladen mit uns zusammen in den Austausch zu
kommen, uns zu vernetzen und Möglichkeiten zu erkunden, wie wir uns
gegenseitig unterstützen und wie wir zusammen kämpfen können. Wir werden
das antimilitaristische Bündnis Rheinmetall Entwaffnen vorstellen und
wollen von euren Kämpfen und Erfahrungen hören und lernen.

Warum organisieren wir uns gegen Waffenproduktion und Waffenexporte? Wo
werden deutsche Waffen produziert? Wo zerstören diese Waffen überall auf
der Welt Lebensgrundlagen? Was hat die deutsche Rüstungsindustrie mit
Krieg, Flucht, Abschottung und der Militarisierung von Grenzen zu tun?
Wer profitiert von Krieg und Mord? Warum kriegen Deserteur*innen kein
Asyl in Deutschland?

Wir wissen, dass sich Menschen überall auf der Welt mit
unterschiedlichsten Methoden dem Krieg und seinen Profiteur*innen
widersetzen, z.B. durch Blockaden der Rüstungsindustrie, Desertation,
Kriegsdienstverweigerung und durch die Bekämpfung der Militarisierung.
Welche Möglichkeiten können wir stärken den Krieg zu verweigern und zu
bekämpfen? Welche Erfahrungen gibt es? Welche Ideen? Wie können wir
gemeinsam kämpfen?

Braver Spaces

Braver Spaces sind die Weiterentwicklung von Safer Spaces und sollen die Möglichkeit bieten in einem geschützten Raum Ideen zu entwickeln und aktiv zu werden. Sie gehen über den Raum des Schutzes hinaus und befördern Engagement auf bestimmten Themengebieten. Gleichzeitig soll der Raum aber auch so diskriminierungsarm wie möglich sein.

Wir wollen in diesem Raum über Strategien sprechen mutiger zu werden, um gegen die besorgniserregenden Entwicklungen in Deutschland und Europa besser aktiv zu werden.

Erzählcafé

In unserem Erzählcafé haben wir Aktivistis aus verschiedenen Gruppen und Generationen eingeladen. Sie teilen ihre Erfahrungen mit Unterdrückung und Widerstand, Herausforderungen von nachhaltiger aktivistischer Arbeit. An die Aktivist*innen dürfen offen Fragen gestellt werden, die nach bestem Wissen beantwortet werden.

Die Aktivistis sind Teil der Gruppen AK Asyl, Women Defend Rojava und Can´t evict Solidarity

Hier anmelden!

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