Online anschauen:
Hier kannst du den Film „Kolonialismus – Made in Göttingen“ kaufen um ihn anzuschauen.
Der Dialogfilm bringt Göttinger Wissenschaftler*innen, Bürger*innen und Aktivist*innen zusammen. In einem Mosaik verschiedener Perspektiven, wird die Geschichte und Gegenwart von Rassismus und die Rolle von Wissenschaft im Kolonialismus besprochen.
Der Film eignet sich als Teil von Workshops und Projektwochen zu Rassismus und Kolonialgeschichte – nicht nur in Göttingen, sondern auch in anderen Städten.
Für Anfragen zu Vorführungen, Filmgesprächen und Workshops, oder um den Sichtungslink zu bekommen, kontaktiere uns gerne unten auf der Seite über das Formular. Wer sich die Kosten von 5 Euro für den Film nicht leisten kann, kann sich gerne direkt bei uns melden um einen kostenfreien Zugang zu bekommen.

Kolonialismus Made in Göttingen begleitet Aktivist:innen, Forschende und Angehörige bei der Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuitäten – von Straßennamen und Denkmälern bis hin zu geraubten Ahn:innen in Universitäts-Sammlungen.
Ein Film von
Sarah Böger; Ibrahima Ndiaye Sall; Samer Al Mhethawi
mit
Johnny Ibraimo; Kieran Sattler; Prof. Dr. Rebekka Habermas; Dr. Richard Hölzl; Prof. Dr. Tarisi Vunidulo; Santiago Soto Maurer; Prof. Dr. Sabine Hess; Julius Otieno Nyodegi; Dave Ayissi; Dr. Nzodo Awono; Israel Kaunatjike; Dr. Ngondi Kamaṱuka; Dr. Denis Coulibaly
mit Unterstützung von
Akinema Film- und Medienproduktion; bilden & gestalten; Elisa Erpenbeck,;GESPA e.V.; Sharon Rave
Musik von Check Oumar Yener Konate (insta@checkiez_odyssey), Titus Wolff (insta@t4ce_odyssey) &Lennart Beck
Der 51-minütige Dokumentarfilm Kolonialismus Made in Göttingen beleuchtet koloniale Kontinuitäten in der Stadt Göttingen und folgt lokalen Akteur:innen, Initiativen und Expert:innen in ihrer Arbeit zu Aufarbeitung, Erinnerung und Gerechtigkeit. Die Premiere findet am 11. Dezember 2025 im Kino Méliès statt und wird von einem Gespräch mit den Filmemachenden begleitet.
Über den Film
Kolonialismus Made in Göttingen zeigt, wie koloniale Machtverhältnisse bis heute in lokalen Institutionen, Sammlungen, Erinnerungsorten und gesellschaftlichen Strukturen fortwirken. Der Film dokumentiert aktuelle Kämpfe um Sichtbarkeit, Anerkennung und Verantwortung – und macht deutlich, dass koloniale Geschichte keine ferne Vergangenheit, sondern ein fortdauernder Konflikt um Wissen, Menschlichkeit und Gerechtigkeit ist.
Der Film begleitet die Arbeit lokaler Akteur:innen, darunter Personen aus zivilgesellschaftlichen Initiativen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die sich für Transparenz, kritische Erinnerungskultur und die Sichtbarmachung kolonialer Verstrickungen einsetzen.
Welche kolonialen Spuren lassen sich noch heute finden? Wie wirken sich kolonialrassistische Vorstellungen auf die Erinnerungskultur der Region aus? Wie erleben Schwarze Menschen das Leben in Göttingen und Umgebung? Welche Rolle spielte der Standort Göttingen für das paneuropäische Projekt des Kolonialismus?
Der Film soll die Geschichten der Region Göttingens um die Orte aus der Kolonialzeit nacherzählen und mit aktuellen Herausforderungen der Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in Verbindung bringen. Dafür werden Wissenschaftler*innen, Antirassismustrainer*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen sprechen und ihre Blickwinkel auf die koloniale Vergangenheit und koloniale Kontinuitäten bis heute teilen.
Nächste Vorführungen:
Rostock, 28. September 26
Böll-Montagskino: „Kolonialismus Made in Göttingen“ und „Caution Colonialism“ 19-21 Uhr in Kooperation mit Rostock Postkolonial
Ort: li.wu. in der FRIEDA 23, Friedrichstr. 23, Rostock
Klein Schneen, 19. November 26
organisiert von Friedland ist bunt. Save the date – mehr Infos folgen in Kürze
Rückblick
Berlin, 03. Juli 26
Auf Einladung der Anton Wilhelm Amo Erbschaft waren wir beim Global Village Festival und bei 48h Neukölln mit dabei. Nach dem Film sprach Sarah Böger mit Vicky Amankwaa-Birago über die Herausforderungen, Risiken und Erfolge kolonialer Aufarbeitung.

Foto von Wilma Nyari 03.07.26. Sarah Böger (links) im Gespräch mit Vicky Amankwaa-Birago (rechts).
Witzenhausen, 8. Mai 26
Auf Einladung von Witzenhausen Postkolonial, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen, dem Weltgarten Witzenhausen und den Eine-Welt-Promotor*innen durften wir den Film im Capitol Witzenhausen zeigen.
Im Anschluss an den Film fand ein moderiertes Gespräch statt mit :
- Sarah Böger (Filmproduzentin)
- Johnny Ibraimo (Student FB 11 Ökologische Agrarwissenschaften Universität Kassel, witzenhausen postkolonial)
- Jan Erik Schulz ( Wiss. Mitarbeiter FG Neuere und Neueste Geschichte Universität Kassel, Forschungsschwerpunkt Kolonialgeschichte, Postkolonialismus, Umgang mit kolonialen Überresten und postkoloniales Engagement)
- Katharina Jung (Moderation)
Göttingen, 7. Dezember 25 & März 26
Nach der ausbuchten Premiere im Méliès, gefördert von Spielfeld Gesellschaft der Lotto-Sport-Stiftung, haben wir den Film noch drei Mal während der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 im Lumière gezeigt. Bei den letzteren Vorführungen haben wir uns mit den Filmemachenden von „Caution Colonialism“ zusammengetan, der die Ovaherero-Jugendsprecherin Ningiree Kauvee bei ihrem Besuch in Göttingen und der Suche nach Ovaherero-Ancestors begleitet.
Video by Latifa Kolo. Premiere in Göttinger Kino Méliès 07. Dezember 2026. Im Gespräch Sarah Böger (links) und Samer Al Mhethawi (rechts) moderiert von Haddijatou Jow.
Dankeschön
Für das Gelingen des Films waren die vielen Spenden über eine Crowdfunding-Kampagne für den Dreh, die Förderung einer Anschubfinanzierung für die Konzeption des Filmes durch den Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen und die Mitwirkung der vielen Menschen hinter und vor der Kamera sehr wichtig.
Verleih und weitere Veranstaltungen
Institutionen, Organisationen, Initiativen, Museen, Festivals, Hochschulen und Bildungseinrichtungen können den Film gegen eine Leihgebühr für eigene Veranstaltungen anfragen. Auf Wunsch und gegen ein Honorar kann die Vorführung durch ein moderiertes Gespräch oder einen Input der Mitwirkenden begleitet werden oder mit einem Workshop verbunden werden. Sprecht uns dazu gerne an.
Anfragen und Kontakt: